Stockholm – Kulturbauten
Kulturbauten in Stockholm: Königliche Oper, Konserthuset, Oscarsteatren, Kulturhuset, etc.
Kungliga operan (Königliche Oper), 1898
Bild oben: die Königliche Oper und daneben die Kirche St. Jacob. (Aufnahme vom Mai 2002).
Das heutige Gebäude der Königlichen Schwedischen Oper ist ein neoklassizistischer Bau, welchen der Architekt Axel Anderberg in den Jahren 1887 bis 1898 errichtet hat. Ein Anbau wurde in den 1950er Jahren von Peter Celsing und Nils Tesch hinzugefügt (1955-61). Dabei wurde die Terrasse zu einem Bankettsaal ausgebaut. Das Operngebäude verfügt auch über ein Operncafé, den Operakällaren (Opernkeller).
Die Stockholmer Oper liegt am Nordufer des Norrström, genau vis-a-vis dem Königlichen Schloss und nimmt mit seiner Gestaltung den Architekturstil des Schlosses auf.
Die Königliche Oper ist die Schwedische Staatsoper; sie bietet überwiegend Opern- aber auch Ballett-Aufführungen an.
Dem heutigen Gebäude ging ein unter König Gustav III. errichtetes Opernhaus voraus, welches von Carl Friedrich Adelcrantz geplant und 1775 fertiggestellt wurde. König Gustav III. fiel in diesem Opernhaus während eines Maskenballs einem Attentat zum Opfer. Und schon 100 Jahre nach dessen Inbetriebnahme ließ König Oskar II. im Jahr 1892 das Gebäude wieder abreißen und durch das jetzige ersetzen.
Der von König Gustavs Schwester, Prinzessin Sofia Albertina am Gustav Adolfs Torg zwischen 1783 und 1794 von Erik Palmstedt erbaute Erbfürsten-Palast (Arvfurstens palats) stellte eine weitgehende Kopie des ersten Opernhauses dar, sodass durch dieses Gebäude die abgerissene Oper quasi weiterlebt.
Zum Bild: der Anbau von Peter Celsing und Nils Tesch.
Bild oben: Blick von der Skeppsholmsbron auf das Operngebäude.
Bilder oben: das Operngebäude.
Bilder oben: der 1961 von Peter Celsing und Nils Tesch errichtete Anbau.
Das Schwedische Nationaltheater: Dramaten oder Kungliga Dramatiska Teatren (Königliches Theater), 1908.
Bild oben: Blick vom Berzelius-Park (mit einem Standbild des großen Chemikers Jöns Jakob Berzelius) auf das Schwedische Nationaltheater (Dramaten). (Aufnahme vom Mai 2002).
Das Königliche Theater als Institution wurde 1788 vom kultur-liebenden König Gustav III. ins Leben gerufen; damit sollte eine eigene Einrichtung für die Aufführung von Theaterstücken schwedischer Autoren geschaffen werden, getrennt von der Königlichen Oper. Spielstätte des Königlichen Theaters waren zunächst verschiedene Gebäude, bis dann in den Jahren 1901 bis 1908 vom Architekten Fredrik Lilljekvist am Nybroplan dieses kolossale Jugendstilgebäude mit einer Marmorfassade errichtet wurde. Initiator des Neubaus war König Oskar II.
Bilder oben: das Königliche (Dramatische) Theater befindet sich am verkehrsreichen Platz Nibroplan.