Berlin

Zu bekannten Berliner (Groß-)Wohnsiedlungen 

Berlin – ein Stadtportrait Stadtbaugeschichte, Architektur, Museen.

Bild oben: Blick auf Berlin vom Panorama-Punkt am Potsdamer Platz (Kollhoff-Tower).

Berlin

ist die größte deutsche Stadt, sowohl was die Bevölkerungszahl, als auch was die Fläche angeht. Berlin hat über 3,5 Millionen Einwohner und ist seit der deutschen Wiedervereinigung Bundeshauptstadt und damit Sitz der Bundesregierung und des Bundesparlamentes. Zwischen 1961 und der „Wende“ 1989 war die Stadt durch die Mauer geteilt; diese ist heute bis auf wenige Reste verschwunden. In den Jahren zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Wiedervereinigung war West-Berlin eine westliche „Stadt-Insel“ im damaligen „Ostblock“. Die beiden getrennten Stadtbereiche – West- und Ost-Berlin – haben sich, entsprechend der Zugehörigkeit zu den beiden deutschen Staaten, sehr unterschiedlich entwickelt, auch was die Architektur und die stadtplanerischen Prioritäten anbelangt. Heute ist Gesamt-Berlin in jeder Hinsicht ein Zentrum: kulturell, politisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich.

Bilder oben: der berühmte Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße; dies war einer der Berliner Grenzübergänge an der Berliner Mauer zwischen Ost-Berlin und West-Berlin, zwischen dem sowjetischen und dem amerikanischen Sektor der geteilten Stadt. Er wurde 1961 eingerichtet und verlor nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 seine Funktion (Zustand im Dezember 2004).

Der „zweite Wiederaufbau“

In den Jahren seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurden viele Gebäude, vor allem auch im ehemaligen Ostberlin, saniert, wiederhergestellt oder umgestaltet. Bei vielen Blöcken in den inneren Stadtbereichen wurde die Blockrandbebauung ergänzt oder erneuert.

Vor allem in der Mitte Berlins erfolgte der „zweite Wiederaufbau“ (zuerst nach dem zweiten Weltkrieg, dann nach der Wende 1989) gemäß den Leitlinien, die der damalige Senatsbaudirektor Hans Stimmann im Sinne einer „kritischen Rekonstruktion“ mit entwickelte. Nach Reclams Städteführer „Architektur und Kunst Berlin“ (Reclam, 2012) war damit gemeint (Zitat): … “eine behutsame, an die Berliner Bautradition angelehnte Wiederherstellung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten … Stadtkörpers“. Bei der Bebauung des Potsdamer Platzes wurden diese Leitlinien nicht befolgt.

Zudem gibt es auch divergente Meinungen, was die Erhaltung von Bauwerken aus der jüngeren Vergangenheit, also der Nachkriegszeit, anbelangt und darüber, welcher Zustand bei der „Wiederherstellung des Stadtkörpers“ eigentlich wieder hergestellt werden soll. So wurde oftmals – nicht nur in Berlin – die Qualität von Architektur etwa aus den 1950er bis 1970er Jahren nicht genügend gewürdigt und abgerissen, was erhaltenswert gewesen wäre. An anderer Stelle gab es für Bauwerke aus dieser Zeit – etwa für die Gebäude am Ostberliner Repräsentationsboulevard Karl-Marx-Allee – geradezu eine postmoderne Begeisterung, die zu einer aufwändigen Sanierung und Rekonstruktion geführt hat oder noch führt.

Stadt-Impressionen Berlin

Links: Fernsehturm und Kirche St. Marien am Alexanderplatz; Spiegelung des Fernsehturms in einer Fassade und neue Wohnhäuser in Berlin Mitte.

Bilder oben: Blick vom Brandenburger Tor über die Straße des 17. Juni zur Siegessäule; Kuppel des wieder errichteten Stadtschlosses und Korb des Fernsehturms; Marx/Engels-Denkmal (Marx-Engels-Forum).

Bilder oben: Spiegelung von Philharmonie und den Gebäuden am Potsdamer Platz in der Glasfassade des Kulturformus; der legendäre Friedrichstadt-Palast, der von I. M. Pei geschaffene Erweiterungsbau des Deutschen Historischen Museums Berlin, der neue Berliner Hauptbahnhof, ein Regierungsgebäude (Paul-Löbe-Haus für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages) und eine Stadtteil-Bibliothek im Stadtteil Prenzlauer Berg.