Stuttgart Parks

Stuttgart ist eine sehr grüne Stadt, umgeben von Wäldern und Weinbergen; dazu kommen etliche große und kleinere Parkanlagen, z. B.

Bild oben: die Weinberge am Rand des Stuttgarter Kessels reichen bis an die Bebauung heran; hier die Weinberg-Terrassen an der Neuen Weinsteige (Nomen est Omen…), einer der Haupteinfallsstraßen der Stadt.

Der Stuttgarter Killesberg-Park (Höhenpark Killesberg)

Für die Reichsgartenschau von 1939 wurde vom Potsdamer Landschaftsarchitekten Hermann Mattern und seinem Partner, dem Architekten Gerhard Graupner aus einem nicht mehr benötigten Steinbruchgelände der Killesbergpark (Höhenpark Killesberg) neu geschaffen mit repräsentativen Empfangsbauten am Haupteingang zum Gelände sowie großen Ausstellungshallen, welche die Grundlage für die späteren Messegebäude bildeten (die Stuttgarter Messe zog 2007 aus den Messehallen am Killesberg um in die neuen Gebäude auf den Fildern).

Einige der Gebäude, die für diese Gartenschau errichtet wurden, blieben erhalten. So etwa das Gebäude, in dem damals die Eröffnungsveranstaltung stattfand. Später wurde daraus ein beliebtes Parkrestaurant. In den 1970er Jahren schloss das Restaurant; 1980 wurde daraus die Discothek „Perkins Park“. 

Der Killesberg-Park gehört mit einer Fläche von 50 Hektar zu den größten Parkanlagen im Stuttgarter Stadtgebiet.

Bilder oben: das Gebäude, in dem heute die Discothek „Perkins Park“ an der Stresemann-Straße angesiedelt ist, fungierte bei der Reichsgartenschau von 1939 als Veranstaltungsgebäude, u.a. für die Eröffnungsfeiern. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in dem Haus bis in die 1970er Jahre hinein das beliebte Park-Restaurant untergebracht.

Bild oben: lohnt zu jeder Jahreszeit einen Besuch: der Höhenpark Killesberg.

Bild oben: Eingang zum Höhenpark an der Ecke Maybachstraße / Stresemannstraße.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg fanden immer wieder Gartenschauen unter Einbeziehung des Geländes statt, bei denen der Park umgestaltet wurde. Zuletzt erfuhr der Park größere Änderungen anlässlich der Landesgartenschau von 1993; dabei wurden mehrere Grün- und Parkanlagen zu einem U-förmigen Grüngürtel („Grünes U“) um die Innenstadt herum verbunden. Seitdem kann man auf Parkwegen zu Fuß vom Stuttgarter Norden (Feuerbach) über den Killesberg-Park, das Wartburg-Gelände, den Leibfried‘schen Garten, den Rosensteinpark, den Unteren und den Mittleren Schlossgarten bis zum Oberen Schlossgarten am Neuen Schloss gelangen. Eine letzte Erweiterung erfuhr der Park nach dem Wegzug der Stuttgarter Messe auf die Filderebene; die „Grüne Fuge“ ergänzt das „Grüne U“ bis zur Straße „Am Kochenhof“.

Bild oben: die „Grüne Fuge“ erweitert den Killesbergpark bis zur Straße „Am Kochenhof“; eine unterirdische Zisterne (im Kellergeschoss einer der abgerissenen Messehallen) wird durch Regenwasser gespeist und versorgt ihrerseits einen kleinen künstlichen Bach; in die „Rasenkissen“ sind auch einige Sitzgelegenheiten eingearbeitet. (Zustand 2024/2022).

Im Park befindet sich seit 1950 auch die vom Erbauer der Liederhalle, Rolf Gutbrod, errichtete „Milchbar“.

2001 wurde als Ersatz für den in den 1970er Jahren abgerissenen Aussichtsturm vom Büro Jörg Schlaich, Bergermann und Partner ein neuer Killesberg-Turm aufgestellt, eine seilverspannte, 40 Meter hohe Konstruktion mit mehreren Aussichtsplattformen.

Siehe dazu das Bild: Blick von der obersten Aussichtsplattform auf den Turmfuß und das umgebende Parkareal.

Auf dem Parkgelände gibt es das „Theater in der Badewanne“, mehrere Wasserbecken mit Wasserfontänen, einen Flamingo-Teich, einen Streichelzoo mit Lamas, Schweinen und Ziegen, einen großen Kinderspielplatz, gastronomische Betriebe (z. B. das Höhencafé), sowie eine Vielzahl von Kunstwerken, etwa den „Stangenwald“ (von Hans Dieter Schaal, 1993) oder Tierfiguren von Fritz von Graevenitz. In den Sommermonaten gastiert im Park seit etlichen Jahren Eliszi‘s historisches und nostalgisches Jahrmarkt-Theater mit Theaterzelt, Karussell, Schiffschaukel und Waffelbäckerei, in den Wintermonaten kann man bei zugefrorenen Wasserflächen im Park manchmal auch Schlittschuh fahren. Das Garten‐, Friedhofs‐ und Forstamt der Stadt Stuttgart (Stadtgrün Betrieb Killesberg) sorgt das ganze Jahr über für eine Blütenpracht und pflegt die Bäume z. T auch exotischerer Provenienz; bekannt ist insbesondere die Dahlienschau im Herbst.

Der Park wird von der Stadtbevölkerung intensiv genutzt, er gehört wohl zu den wichtigsten Naherholungsgebieten.

Bilder oben. Blick vom 40 Meter hohen Killesberg-Turm nach Südosten Richtung Neckar- und Remstal.

Bilde oben: das Gartenamt der Stadt Stuttgart pflegt den Park rund ums Jahr, bei Trockenheit auch durch Bewässern.